Zwei arme Männerhunde

Einmal, letztes Jahr, bat uns ein Tierarzt, einer alten Frau aus einem Dorf zu helfen. Wir halfen ihr mit ihren Hunden, weil sie nichts hatte, um sie zu füttern. Egal welcher Arzt, welche alte Frau oder welches Dorf. Und wir gingen zum Haus der alten Frau, um eine soziale Umfrage über das Wohlergehen der Hunde zu machen und sie zu fragen, warum sie noch mehr Hunde brauchte, wenn sie sich nicht um sie kümmern konnte. Und wenn er kein Futter hat, wo wird er dann entwurmt und geimpft? Alle Fragen auf unserer Zunge blieben unbeantwortet. Sie blieben in den Knoten im Nacken und in den Schienendateien. Einmal in Omas Hof getreten, war das erste Gefühl Scham. Denn hier trafen wir auf den Hunger, der uns mit den Augen von Hund und Mensch ansah. Wenn ich nicht verstand, wohin ich mich mit Mitleid wenden sollte, nicht einmal für wen es war. Wenn Menschen sich selbst bemitleiden, liegt das daran, dass sie noch etwas haben, was andere nicht haben. Mila stellt Sie in eine überlegene Position, irgendwo über den anderen, und hält die Illusion aufrecht, dass Sie ein guter Mann sind und sich um ihn kümmern. Es war Mitleid mit dem Hunger, es war schwer zu akzeptieren, es war überwältigend und unfair. Also ließ ich mein Mitleid und meine Fragen los, ich wählte meine Scham und Schuld.

Oma? Klein und trocken, von hinten mitgebracht, Jahre und Sorgen, Arbeit und Einsamkeit. Unser Blick fiel auf seine rissigen, knorrigen Hände. Und auf seinen bearbeiteten Nägeln. Arme Großmutter. Die Hunde? Zwei Pekinesen passten beide in einen Rucksack und es war noch Platz. Sie waren in einem Kaninchenkäfig untergebracht. Dann warf ich einen Blick auf die Schüssel, in der sie Essen hatten. Gekochte Kartoffeln. Es gab nichts mehr zu sagen, keine Worte mehr. Und in unseren Seelen ein Karussell der Gefühle. Oma hat uns die Hunde mit ihren rissigen Händen geschenkt. Er hat sie nicht vertrieben, er hat sie nicht in den Wald gebracht. Und wenn er es nicht konnte, sorgte er dafür, dass sie sich besser fühlten. Aber was in seiner Seele vorging, würden wir nie erfahren.

Die Hunde sind gut angekommen, auf dem Flaum. Sie haben Oma vergessen. Aber Oma hat sie nicht vergessen. Seitdem ist es lange her. Die Zeit heilt nicht, sondern was man aus der Zeit macht. Omas Geschichte heilte auch nicht. Und unsere Gedanken fliehen zu dieser offenen und klaffenden Wunde. Und wir, verworfen von Mitleid und Mitgefühl, haben gerade die Reihe der Winterferien mit Tonnen und Bergen von Essen, die in den Müll geworfen wurden, beendet. Zeit, in der uns der Hunger mit den Augen von Menschen und Tieren anschaut. Manchmal scheint es unanständig zu essen, bei so viel Hunger. Aber um es zu verstehen, muss man zu ihnen hinuntergehen.

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